Kritik

Wer sich im Voraus über den Film Lucky Break – „Rein oder Raus“ informieren möchte, der wird feststellen, dass man sehr wenig negative Äußerungen und Meinungen findet. Sämtliche Rezensionen heben vor allem den sagenhaften, trockenen Humor hervor, mit welchem die Hauptdarsteller James Nesbitt alias Jimmy Hands, Lennie James alias Rudy und Olivia Williams alias Annabel Sweep ihre Rollen spielen.

Trotzdem die Hauptkulisse ein Gefängnis ist, überraschen die Protagonisten mit Charme und Witz. Ganz gleich ob es sich um eine Fernsehproduktion handelt oder um einen Kino-Film, nur wenn die Kritiken durchweg positiv ausfallen, sind weitere Zuschauer motiviert den Film zu sehen – dies ist der reguläre Verlauf. Andererseits gibt es auch Non-Konformisten, die erst nach zahlreichen schlechten Rezensionen beschließen den Film zu sehen. Zwar erhielt Lucky Break größtenteils eine positive Resonanz, dennoch blieb die eine oder andere Kritik nicht aus. So gab es z.B. für die Filmkulisse, das Gefängnis, einige kritische Äußerungen bezüglich einer beschränkt dargestellten und geringen Abwechslung. Zu wenig Varianz kann auch nicht mit dem hochgeschätzten britischen Humor kompensiert werden.

Schaut man jedoch genauer hin, geht es um viel mehr als nur um das Gefängnis: Lucky Break handelt von Leidenschaft, Überzeugung und die Wirkung von Musik. Es geht vorrangig um zwischenmenschliche Beziehungen, nicht um die reale Abbildung eines Gefängnisalltags. Alles Gründe, für die Lucky Break, von Regisseur Peter Cattaneo, ein absoluter Kassenschlager geworden ist. Der 2001 erschienene Film ist mittlerweile zwar nicht mehr in den Kinos zu sehen, aber aufgrund des zeitlosen Humors noch immer als DVD heiß begehrt.

Obwohl es sich hierbei eher um eine Komödie handelt, ist der tragische Schwerpunkt kaum zu ignorieren. Noch heute sind die Kritiken auf die Liebesgeschichte fokussiert, die jene Planung über den Gefängnisausbruch ins Wanken bringt. Die Artikel beschreiben hierbei vor allem die Realitätsnähe, da emotionale Beziehungen auch im wahren Leben meist dann entstehen, wenn große Änderungen geplant sind. Inwieweit sich die individuellen Pläne verändern, wird deutlich mit der Entscheidung zwischen Freiheit und Gefängnis. Gerade diese Darstellung begeistert Kritiker und Zuschauer gleichermaßen, worauf vermutlich auch noch heute der Erfolg des Filmes zurückzuführen ist. Eine scheinbar abstrakte Geschichte, welche schlussendlich so, auch jedem wiederfahren kann, womit jeder einzelne Zuschauer direkt und vor allem persönlich angesprochen wird.